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Kommentar Die Zeit drängt
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00:19 13.04.2018
Von Axel Meyer

Auch ein Windrad kommt mal in die Jahre. Doch was soll man mit Rotorblättern anfangen, wenn diese tonnenschweren, 60, 70 oder gar mehr als 80 Meter langen Flügel nach Jahren der unermüdlichen Rotiererei in den wohlverdienten Ruhestand eintreten? Andere Teile einer Windenergieanlage – Türme, Fundamente und Getriebe – bestehen aus Beton und Stahl und lassen sich leicht entsorgen. Anders sieht es bei Rotorblättern aus. Die bestehen aus dem Glasfaserkunststoff GFK und lassen sich nicht einfach schreddern und verbrennen.

Wissenschaft und Wirtschaft forschen und basteln eifrig an Lösungen und Recyclingkonzepten. Es wird Zeit, denn das Müllproblem mit ausgedienten Rotorblättern wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen. Dann werden viele ältere Anlagen unrentabel, und auf die Entsorger rollt eine zigtausend Tonnen schwere Kunststoff-Lawine zu.

Eins wird immer deutlicher: Bei aller Öko-Euphorie hat man im Windenergie-Boom der vergangenen Jahre nicht daran gedacht, was mit den ausrangierten Flügeln geschehen soll. Oder wollte man nicht daran denken? Das ist einerlei, denn das Problem der Schrottblätter-Entsorgung steht vor der Tür, und es nicht rasch zu lösen, wäre grob fahrlässig.

OZ

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