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Kommentar Digitalisierung in MV: Digitale Schnappatmung
Mehr Meinung Kommentar Digitalisierung in MV: Digitale Schnappatmung
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06:19 13.05.2019
Frank Pubantz kommentiert zur Digitalisierung in MV. Quelle: Frank Söllner / Friso Gentsch (dpa)
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Das Spiel ist bekannt: Der Landesrechnungshof, eine unabhängige Behörde, kritisiert Handeln der Regierung, die schüttelt sich kurz, und alles bleibt beim Alten. Dem Digitalisierungsminister Christian Pegel (SPD) stellen die Prüfer ein schlechtes Zeugnis aus. Es gebe weder ein Gesamtkonzept, noch rechtliche Grundlagen. Schließlich vertraue das Ministerium blind auf Empfehlungen seines IT-Dienstleisters und kaufe störanfällige Software. Pegel sieht das anders. Seine Agenda sei eine „atmende Digitalisierungsstrategie“, die Schritt für Schritt weiterentwickelt werde. Ein bemerkenswerter Begriff, der den Vorwurf der Planlosigkeit nicht entkräftet.

Lesen Sie: Kritiker: IT-System des Landes „offen wir ein Scheunentor“

Alles im Griff in der digitalen Welt? Erhebliche Zweifel bleiben. Das Unbehagen auch anderer wie Städte- und Gemeindetag oder IT-Experten sollte Pegel ernst nehmen. Die Bürger werden Ende Juni wissen, was die digitale Schnappatmung (Pardon für dieses Endzeit-Bild) der Landesregierung auslöst, wenn das MV-Serviceportal online geht. Ganze neun von fast 600 Dienstleistungen der Verwaltung sollen dann möglich sein. Klingt eher nach lauem Lüftchen. Thema Software: Dass der große Bruder in den USA mitlesen könnte, dürfte niemanden begeistern.

Frank Pubantz

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