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Kommentar Neue Bäderregelung ist faules Osterei
Mehr Meinung Kommentar Neue Bäderregelung ist faules Osterei
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20:25 11.04.2019
Kommentar von Frank Pubantz zur Bäderregelung Quelle: Frank Söllner
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Schwerin

Beneiden konnte man Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Ende nicht. Nach langen Verhandlungen und Dauerkritik verkündete er am Donnerstag: Die neue Bäderregelung gilt pro Jahr für einen kürzeren Zeitraum und für weniger Orte als die noch bestehende. Zwar konnte Glawe zuletzt noch vier Orte nachträglich hineinverhandeln, mehr aber nicht. Größtes Manko: Viele Geschäfte bleiben in kommenden Jahren beim Urlauberboom zu Ostern dicht. Quasi ein faules Osterei. Wie das zu Glawes Tourismuskonzeption passt, die eine Stärkung der Nebensaison vorsieht, bleibt sein Geheimnis.

Klar, das Grundrecht auf Sonntagsruhe ist eine hohe Hürde. 26 offene Sonntage sind da schon eine gewaltige Ausnahme. Dass aber im Nachbarland Schleswig-Holstein mehr möglich ist, wirft weiter Fragen auf. Zu hören ist: Bei früheren Gesprächen des Wirtschaftsministeriums mit der Gewerkschaft Verdi habe das Fingerspitzengefühl gefehlt. Gerecht ist es jedenfalls nicht, wenn in zwei im Tourismus direkt miteinander konkurrierenden Nordländern unterschiedliche Wettbewerbsbedingungen gelten. Das ist ein klares Argument für eine bundeseinheitliche Regelung. Denn das Grundgesetz sollte doch überall den gleichen Stellenwert haben.

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