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Kommentar Flirt der CDU und AfD: Gefährlicher Balztanz
Mehr Meinung Kommentar Flirt der CDU und AfD: Gefährlicher Balztanz
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07:45 01.06.2019
Martina Rathke kommentiert. Quelle: dpa
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Greifswald

CDU und AfD in Vorpommern flirten miteinander. Nach der Kommunalwahl senden erste Vertreter beider Parteien Liebesgrüße an die andere Seite. Die politischen Gegner hyperventilieren. Doch in Teilen der Bevölkerung ist die AfD als normale politische Kraft längst akzeptiert. Fakt ist: Die AfD ist seit der Wahl in den Kommunalparlamenten mächtiger denn je. Im Kreistag von Vorpommern-Greifswald stellt sie künftig die zweitstärkste Fraktion nach der CDU.

Chance vertan

Nach der Landtagswahl 2016 hat die Landesregierung die Chance vertan, Wähler mit wirksamen Taten von den Parolen der Rechtskonservativen zu lösen. Ein Vorpommern-Staatssekretär reicht da nicht aus. Viele Vorpommern fühlen sich durch dessen Geldgeschenke eher gekränkt als gestärkt. Fest steht auch: Der Linken haben Teile der Protest-Wählerschaft das Vertrauen entzogen. Das alles ist bedenklich. Der Balztanz von Teilen der CDU und AfD ist gefährlich: Denn die AfD, die von sich behauptet, Sachpolitik zu betreiben, blieb einen Beweis dafür bislang schuldig. Sie inszeniert sich als Opfer und spricht allen anderen Parteien ab, zu Problemlösungen fähig zu sein. Damit treibt sie die Spaltung der Gesellschaft weiter voran. Die CDU sollte überlegen, ob sie sich mit diesem Partner ins Bett legt.

Martina Rathke

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