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Kommentar Gefahr durch Vibrionen? Nicht übertreiben!
Mehr Meinung Kommentar Gefahr durch Vibrionen? Nicht übertreiben!
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20:00 14.08.2019
Kommentarbild online, Alex Löw und Benjamin Fischer zu Vibrionen Quelle: Fotograf oder dpa
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Rostock

Ja, baden kann gefährlich sein. Man könnte – wie in den meisten Fällen – ertrinken. Aber auch, weil Vibrionen durch Wunden in den Körper eindringen und insbesondere bei immungeschwächten Menschen schwere Infektionen hervorrufen könnten. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist die ohnehin sehr geringe Zahl an Erkrankten rückläufig.

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales zählte 2019 bisher sieben Infektionen durch Vibrionen, darunter einen Todesfall. Im vergangenen Jahr waren es 18 Erkrankungen, die in drei Fällen tödlich endeten – es war das Jahr mit dem Supersommer. Vibrionen konnten sich durch die lang anhaltende Hitze noch deutlich besser vermehren als jetzt. Dennoch stehen dem jedes Jahr fünf bis acht Millionen Badegäste gegenüber.

Wer zur Risikogruppe zählt, sollte aufs Bad in der Ostsee verzichten

Wer aufgrund seines Gesundheitszustandes zur Risikogruppe zählt, sollte auf ein Bad in der Ostsee nach langen Hitzeperioden besser verzichten. Nicht nur aufgrund der Gefahr durch Vibrionen, sondern weil die übergroße Mehrheit der Betroffenen an solchen Tagen Herz-Kreislaufprobleme bekommt und infolgedessen ertrinkt.

Beide Fälle haben aber eines gemeinsam: Die Wahrscheinlichkeit, ob jemand nach einem Bad in der Ostsee erkrankt oder gar daran stirbt, hängt weniger mit dem Zustand der Ostsee als mit dem des eigenen Körpers zusammen. Den sollte man am besten kennen, um das Risiko zu minimieren.

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