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Kommentar Gewalt in Fußballstadien: Die Politik hat keinen Plan
Mehr Meinung Kommentar Gewalt in Fußballstadien: Die Politik hat keinen Plan
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05:30 20.12.2018
Christian Lüsch kommentiert Caffiers Ideen zur Eindämmung von Fangewalt. Quelle: Montage: Benjamin Barz
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Rostock

Fußball ohne Prügeleien, Fußball ohne Feuerwerk, Fußball ohne Polizei-Großeinsatz. Was normal sein sollte, ist utopisch.

Real ist die Gefahr, dass die Gewalt im Umfeld von Sportveranstaltungen – zuallererst beim Fußball – außer Kontrolle gerät. Es vergeht kein Bundesliga-Spieltag, an dem rivalisierende Fangruppen nicht aufeinander losgehen. Fast jedes Wochenende rücken Polizei-Hundertschaften aus, um Eskalation zu vermeiden. Woche für Woche vernebeln in Stadien Rauchwolken die Sicht, bitten Stadionsprecher, das Abbrennen von Pyrotechnik zu unterlassen – ein Wahnsinn in vielerlei Hinsicht.

Die Politik hat das Phänomen lange beobachtet und beklagt. Für den Umgang mit einer Minderheit, die anders tickt und sich beharrlich weigert, Regeln einzuhalten hat sie keinen Plan.

MV-Innenminister Lorenz Caffier die Faxen mit Krawallmachern satt. Er macht den Vorschlag, die Strafen für Böller, Bengalos und Raketen drastisch zu verschärfen. Hooligans will er mit Fußfesseln ausbremsen. Seine Visionen werden Welle machen. Die Diskussion wird erst hitzig sein, dann immer mal wieder aufflammen. Nur ändern wird sich nichts.

Christian Lüsch

Weihnachten und vor allem Silvester sind viele Hotels an der Ostsee ausgebucht. Diese Spät-Hochsaison ist wichtig für die Urlaubsbranche. Sie sorgt für bleibende Erinnerungen und damit für Gäste, die hoffentlich gerne wieder kommen.

Immer mehr Menschen in MV legen sich Schreckschuss- und Reizstoffwaffen zu. Um diesen Trend zu stoppen und mehr Sicherheit zu vermitteln, muss der Staat die Polizei besser ausstatten, meint OZ-Mitarbeiterin Rabea Osol.

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Kommentar Entschädigung für ehrenamtliche Bürgermeister - Eine Erhöhung ist überfällig

Auch in den kleinen Gemeinden tragen die Freizeit-Gemeinde-Chefs eine wachsende Verantwortung. Deshalb sind gute Leute auf diesen Posten wichtig. Die treten aber nicht für Almosen an, meint OZ-Redakteur Gerald Kleine Wördemann.