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Kommentar Entlassungen am Flughafen Parchim: Willkommen in der Wirklichkeit
Mehr Meinung Kommentar Entlassungen am Flughafen Parchim: Willkommen in der Wirklichkeit
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Gerald Kleine Wördemann kommentiert die gescheiterten Pläne am Flughafen Parchim. Quelle: Montage: Benjamin Barz
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Parchim

Der Parchimer Flughafenkäufer Yuliang Pang, der sich selbst den westlichen Vornamen Jonathan gegeben hat, sorgt mal wieder für Schlagzeilen. Zuletzt fiel der Geschäftsmann aus China mit leeren, aber lauten Versprechungen auf, erst den Flughafen Frankfurt Hahn übernehmen und dann noch Air Berlin retten zu wollen. Nun zerbröselt sein überschaubares Engagement in MV: Fast alle Mitarbeiter seiner Flughafen-Frachtfirma müssen gehen. Sämtliche Luftschlösser sind geplatzt. Es werden nicht Zehntausende reiche Chinesen zum Shoppen nach MV kommen und Parchim wird kein Großstandort im internationalen Luftverkehr. Willkommen in der Wirklichkeit.

Pangs glückloses Tun wirkt wie ein letzter Gruß aus einer verschwundenen Zeit. In den 1990er-Jahren steckte das Land irrsinnige Millionenbeträge in knapp zwei Dutzend Flugplätze, die außer wenigen Privatfliegern kein Mensch braucht. Selbst ernannte Investoren kamen nach MV, die nicht dubios genug sein konnten – wenn sie nur viel versprachen, waren ihnen Subventionen sicher. Auch der Parchimer Flughafen ist ein Fördermittelgrab. Pang ist der letzte Vertreter einer wilden Zeit, die nun hoffentlich vorbei ist.

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Gerald Kleine Wördemann

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