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Kommentar Vom Todesstreifen zum Natur-Idyll
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20:01 31.07.2019
Das Grüne Band sollte Nationales Naturmonument werden, meint OZ-Redakteur Gerald Kleine Wördemann. Quelle: dpa/OZ
Rostock

30 Jahre nach dem Mauerfall sind noch viele Dinge unerledigt. Eines davon betrifft den Naturschutz. 600 bedrohte Arten haben sich entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze angesiedelt, dem Grünen Band. Aus dem einstigen Todesstreifen ist längst ein Refugium für seltene Tiere und Pflanzen geworden, die es sonst vielleicht schon nicht mehr geben würde.

Ein Großteil der Flächen steht bereits unter Naturschutz. Aber es ist nicht mehr als ein Flickenteppich. Seit Jahren drängen Umweltschützer vergeblich darauf, das gesamte Grüne Band zum Nationalen Naturmonument zu erklären. Nur Thüringen hat sich bisher dazu durchringen können. Andere Länder zögern, vor allem in Sachsen-Anhalt gibt es Widerstand.

Dabei wäre ein solcher Schritt überfällig. Der 1400 Kilometer lange und bis zu 200 Meter breite Grünstreifen muss geschützt und erhalten werden, weil er zeigt, wie aus schrecklichen Dingen etwas Gutes wachsen kann. Dass sich ausgerechnet in Mecklenburg-Vorpommern, dass anfangs die Idee des Nationalen Naturmoments unterstützt hat, nichts mehr tut, ist schade. Jetzt, wo die Gedenkfeiern zum Jahrestags des Mauerfalls anstehen, wäre es eine gute Gelegenheit, die Zweifler zu überzeugen.

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