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Kommentar Mangelverwaltung bei Medikamenten muss aufhören
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18:00 28.08.2019
Volker Penne kommentiert den Medikamenten-Mangel in MV. Quelle: dpa
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Rostock

In vielen der knapp 400 Apotheken in MV brennt die Luft. Verständlich. Denn obwohl die dortigen Fachleute versuchen, die Patienten optimal zu versorgen, gelingt dies häufig nicht. Es fehlt nicht nur am bekannten Schmerzmedikament Ibuprofen. Die lange Liste der kaum oder nicht lieferbaren Präparate reicht von Antibiotika bis hin zu Mitteln gegen Migräne. Die Folge: Die Patienten sind verunsichert und verärgert. Bei oft frustrierten Ärzten und Apothekern steigt der Arbeitsaufwand und die Therapiesicherheit leidet. Ein Unding.

Die Forderungen der hiesigen Pharmazeuten sind schlüssig: Stopp des Abverkaufs von Medikamenten ins Ausland, Absicherung der gesetzlich vorgeschriebenen Bevorratung der Großhändler und Prüfung der Zulassung der Arzneimittel, wenn Hersteller wiederholt Lieferprobleme anführen.

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Fakt ist: Im Ausland wird mit den Pillen, Tropfen und Seren mehr verdient als hierzulande. Es ist Aufgabe der Politik, derartiges Profitstreben zulasten der Kranken zu stoppen. Zudem muss der Standort Deutschland für Arzneimittelhersteller wieder attraktiv werden. Ansonsten verschärft sich das Dilemma, dass die Apotheker auch in MV nur noch Verwalter des Mangels sind.

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Von Volker Penne