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00:00 22.02.2018
Von Thomas Luczak
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Nächste Eskalationsstufe im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest: Bundesweit sollen die Schonzeiten für Wildschweine aufgehoben werden. Das besagt eine gestern vom Kabinett beschlossene Verordnung.

Doch das ist keine Lösung, sondern purer Aktionismus. Denn zum einen haben viele Bundesländer die Schonzeiten längst zusammengestrichen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern dürfen Wildschweine das ganze Jahr über gejagt werden. Doch das gnadenlose Zerschießen der sozialen Gefüge innerhalb der Wildschweinrotten provoziert geradezu immer höhere Reproduktionsraten.

Darüber hinaus aber wird die Tierseuche hauptsächlich von Menschen verbreitet – über die illegale Einfuhr von infizierten Schweinen oder tierischen Nebenprodukten aus Osteuropa. Auch Fahrzeuge, kontaminierte Gegenstände wie Jagdausrüstung, landwirtschaftliche Geräte oder Kleidung sind ein Risiko. Wichtig wären also konsequente Überwachung, lückenlose Desinfektion, Einfuhrverbote, die Vernichtung kritischer Lebensmittelabfälle. Vor allem aber brauchen wir eine Trendwende in der industriellen Tierhaltung: ohne Riesenställe, ohne globalen Futtermittelhandel, ohne grenzüberschreitenden Schlachttier-Tourismus.

OZ

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