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Kommentar Bewusstsein für Datenschutz entwickeln
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06:30 21.01.2019
Es muss ein neues Bewusstsein für Datenschutz entstehen, kommentiert Axel Büssem. Quelle: Montage: Frank Söllner / Sebastian Gollnow
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Rostock

Kaum ein Thema wird derzeit so unterschiedlich wahrgenommen wie der Datenschutz: Mit der neuen Datenschutzgrundverordnung ist bei vielen Bürgern das Bewusstsein gewachsen, wie wichtig es ist, Kontrolle über die eigenen Daten zu haben. Spätestens der große Hackerangriff auf Prominente Ende 2018 und das jüngste Datenleck mit Millionen von gehackten Passwörtern haben gezeigt, dass das nicht nur ein theoretisches Problem ist. Daten sind der wichtigste Rohstoff der Zukunft, und wo viel Geld zu verdienen ist, wird auch mit harten Bandagen gekämpft.

Gleichzeitig scheint es so, als ob viele Nutzer von sozialen Medien die weltweite Kommunikation auf allen Kanälen überhaupt nicht mit dem Thema Datenschutz in Verbindung bringen. Dort werden persönliche Daten, Fotos und Kontaktadressen fröhlich geteilt – ohne betroffene Dritte zu fragen. Das ist inzwischen schon so selbstverständlich, dass Kritiker als ewig Gestrige belächelt werden. Hier muss dringend ein neues Bewusstsein entstehen. Noch nie war der Landesbeauftragte für Datenschutz so wichtig wie heute. Dementsprechend muss seine Behörde personell so ausgestattet werden, dass sie ihre Aufgaben auch wahrnehmen kann.

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Axel Büssem