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Kommentar Holocaust-Leugnern muss man die Stirn bieten
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12:12 25.01.2019
Virginie Wolfram Quelle: /Frank Söllner
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Rostock

74 Jahre nach Kriegsende werden die Stimmen der Holocaust-Überlebenden weltweit immer leiser. In einigen Jahren verstummen sie ganz. Die 93-jährige Israelin Batsheva Dagan nimmt jedes Jahr große Strapazen auf sich, um gegen das Vergessen anzukämpfen.

In Zeiten, wo Politiker wie Björn Höcke öffentlich Holocaust-Denkmäler als Mahnmal der Schande bezeichnen, ist es besonders wichtig, dass Schulen, Vereine und Politik im Land mehr Aufklärung betreiben. Jeder junger Mensch sollte mindestens einmal eine KZ-Gedenkstätte oder ähnliche Orte besuchen und die Gelegenheit haben, Zeitzeugen zuzuhören, um zu begreifen, was und warum es damals geschehen ist.

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Es ist erschreckend, dass es Menschen gibt, die versuchen die Holocaust-Erinnerungen aus dem Gedächtnis dieses Landes zu radieren. Sie stellen die Gräueltaten der Nazis in Frage und säen damit Zweifel in der jungen Generation.

Dabei hat es mehr denn je mit dem Heute zu tun. Denn rechte Kräfte bringen sich in Europa in Stellung. Da ist es wichtig, die Stimme zu erheben, etwas dagegen zu setzen, für Menschlichkeit und gegen Ausgrenzung einzustehen. Das hat auch nichts mit dem viel beklagten „Ewig für die Vergangenheit Buße tun“ zu tun. Es gilt sich daran zu erinnern, was passieren kann, wenn keiner die Zeichen erkennt und sich gegen Unrecht auflehnt.

Weiterlesen: „Schwerin ist die Stadt meiner Angst“ – Eine Ausschwitz-Überlebende im Gespräch

Virginie Wolfram

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