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Kommentar Raser verdienen kein Pardon
Mehr Meinung Kommentar Raser verdienen kein Pardon
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18:22 19.07.2019
Raser verdienen kein Pardon, kommentiert Volker Penne. Quelle: Frank Söllner / DPA
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Rostock

Mitunter genügt ein Blickkontakt. Das Gaspedal bzw. der Gasdrehgriff werden bis zum Anschlag betätigt. Zwei Fahrzeuge rasen los. Mitten in einer deutschen Großstadt. Der Tod völlig Unbeteiligter wird wie selbstverständlich in Kauf genommen. Kein Einzelfall, sondern fast alltäglicher Wahnsinn.

Der Gesetzgeber hat lange gebraucht, um zu erkennen, dass diese PS-Poser nur mit harten Strafen zu beeindrucken sind. Seit 2017 gelten illegale Wettrennen nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat. Seither gibt es beispielsweise in Berlin im Schnitt ein Strafverfahren pro Tag wegen illegaler Rennen oder Raserei.

Auch in MV lässt es die Raser-Szene krachen. Dabei sind es noch nicht die einheimischen Kamikaze-Fahrer, die der Polizei die größten Sorgen bereiten. Es rollen internationale Gruppen an, die testen, ob sich vor allem die Autobahnen im Nordosten für den „Überflug“ eignen. Bremst die Polizei die Boliden nicht ohne Pardon aus, taucht der Norden künftig regelmäßig im „Rennkalender“ auf. Die ersten Stoppsignale haben die Ordnungshüter in den vergangenen Wochen gesetzt. Und sie versichern, dass sie noch Hilfsmittel in petto haben, um die Straftäter zu stoppen.

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Schon wieder illegales Autorennen: Wird MV zur Transitstrecke für internationale Raser-Szene?

Volker Penne

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