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Kommentar Die Zeit drängt
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08:08 30.07.2019
Krebserkrankungen nehmen zu. Die Zeit zur Einrichtung von Berutungsstellen drängt, meint Volker Penne. Quelle: Frank Söllner/dpa
Rostock

Alljährlich erkranken bereits fast 11 000 Frauen und Männer allein in MV neu an Krebs. Tendenz steigend. Für viele Betroffene wirkt eine entsprechende Diagnose wie ein Keulenschlag. Sie stürzen in eine existenzielle Krise, die ihre inneren Abwehrkräfte weiter schwächt. Eine psychoonkologische Beratung rund um die Diagnose ist während der Therapie und danach von größter Bedeutung. Denn was nützt beispielsweise eine erfolgreiche Operation, wenn der Patient danach mit seinen Zweifeln und Ängsten alleingelassen wird?

Vorsitzender der Krebsgesellschaft MV: „Beratung der Patienten nach OP unzureichend“

Viele Experten sind sich mittlerweile einig, dass die Stärkung der Psyche für den Heilungsprozess ebenso bedeutsam ist wie eine spezielle Bewegungstherapie. Demnach benötigen etwa 40 Prozent aller neu erkrankten Krebspatienten eine Beratung, um die Diagnose auch nach durchgeführter Therapie verarbeiten zu können. Der Beratungsbedarf ist riesig. Ein flächendeckendes Netz an Krebsberatungsstellen aber fehlt im Nordosten. Die Vorgaben des nationalen Krebsplans sind indes eindeutig.

Krebserkrankungen nehmen zu: MV will flächendeckende Beratung etablieren

Mindestens acht verlässlich finanzierte und professionell arbeitende Krebsberatungsstellen sollen im Juli 2020 im Nordosten arbeitsfähig sein. Die Zeit drängt.

Volker Penne

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