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Kommentar „Pillenfalle“ droht
Mehr Meinung Kommentar „Pillenfalle“ droht
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06:37 05.07.2019
Volker Penne kommentiert: Bei Kopfschmerz droht die „Pillenfalle“ Quelle: dpa/Frank Söllner
Rostock

Wie so häufig in letzter Zeit brummt am Abend der Schädel. Der Kopf scheint zu bersten. Reflexartig erfolgt der Griff zur Tablette: Schmerz lass nach! Schnell! Ein Szenario, das Tausende Bundesbürger kennen.

Ein gefährlicher Automatismus, denn den geplagten Frauen und Männern droht die „Pillenfalle“. Ärzte warnen: Ungehemmter Medikamenteneinsatz kann zum häufigeren Auftreten der Kopfschmerzen führen. Zumal der Einstieg in die Pillen-Karriere immer früher erfolgt. Zahlen der Barmer Krankenkasse alarmieren: Demnach werfen 42 Prozent der betroffenen Neun- bis 19-Jährigen jedes Mal eine Präparat ein, wenn sie Kopfweh plagt. Statt den Verlust an Lebensqualität zu bagatellisieren, braucht es eine korrekte Diagnose durch Fachleute. Diese ist angesichts der Tatsache, dass es mehr als 200 verschiedene Kopfschmerzarten gibt, schwierig. Doch eine wirksame Therapie, vor allem gegen Migräne, ist sonst unmöglich.

Hoffnung machen neue, hochwirksame Medikamente. Vor allem aber ist Ursachenforschung angesagt, warum gerade auch immer mehr jungen Leuten der Kopf dröhnt. Statt immer schneller und bunter, braucht es öfter mal eine Pause – fernab von Handy, Computerspiel und Party.

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Volker Penne

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