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Kommentar Top Fachkräfte mit Handicap
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06:54 11.07.2019
Bernhard Schmidtbauer über Arbeitnehmer mit Handicap Quelle: dpa/Frank Söllner
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Rostock

Schwerbehindert sind 13 Prozent der Bürger von Mecklenburg-Vorpommern. Das steht im Gesundheitsbericht des Landes, der gestern vorgestellt wurde. Das Wort „Schwerbehinderung“ weckt mitunter Ängste und Vorurteile – auch bei Unternehmern. Eigentlich grundlos, denn ein Handicap sagt nicht unbedingt etwas über Fähigkeiten in der Arbeitswelt aus. Im Gegenteil. Behinderte leiden nicht an Unfähigkeit. Amputiertes Bein, zerstörtes Auge, gebrochener Lendenwirbel, schwere Stoffwechselstörung, überstandene Krebserkrankung: Alles geben für seine Arbeit kann man auch mit diesen Handicaps.

Aus ihrem gewohnten Leben werden Schwerbehinderte zumeist durch Unfälle oder Krankheiten geworfen. Viele von ihnen sind hoch qualifiziert, standen jahre- oder jahrzehntelang in der Arbeit ihre Frau oder ihren Mann. Warum soll das nach ihrem Unglücksfall nun zu Ende sein?

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Jeder Unternehmer, der über fehlende Fachkräfte klagt, sollte einmal über die Einstellung einer oder eines Schwerbehinderten nachdenken. Nicht nur unter ökonomischen, sondern auch unter sozialen Gesichtspunkten. Diese Entscheidung unterstützt das Land sogar noch mit Geld. Am Ende also ist es ein Gewinn für alle Seiten.

Bernhard Schmidtbauer

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