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Kommentar Wer mehr für Brötchen zahlt, sichert Arbeitsplätze in MV
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Kommentar: Wer mehr für Brötchen zahlt, sichert Arbeitsplätze in MV

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13:21 13.02.2020
OZ-Redakteur Axel Meyer-Stöckel kommentiert den Aufwind beim Bäckereihandwerk in MV. Quelle: Söllner/dpa/Arno Zill
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Rostock

Der Kunde entscheidet jeden Tag aufs Neue: Greift er beim Supermarkt-Einkauf mit der Zange schnell noch ins Fach mit den billigen Brötchen? Oder kauft er für ein paar Cent mehr Brot, Brötchen und Kuchen nebenan beim Bäcker? Viele Kunden entscheiden sich zunehmend für die zweite Variante – zur Freude der Handwerksbäcker, denen Discounter mit Billigbackwaren lange Zeit das Wasser abgegraben haben.

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Die Essgewohnheiten ändern sich. Mehr Menschen sind bereit, mehr Geld für Nahrungsmittel auszugeben – wenn man es sich leisten kann und die Qualität stimmt. Discounter-Backware ist nicht per se zu verdammen. Aber einem Vergleich mit frisch gebackenem Bäckerbrot hält sie nicht nur geschmacklich kaum stand. Auch die meist längere Haltbarkeit der Fertigprodukte wird nur durch entsprechende Zusatzstoffe erreicht.

Und warum können Discounter oder Supermärkte Backwaren überhaupt so billig anbieten? Wenn das Weizenmischbrot 99 Cent, das Brötchen 15 Cent kostet, wird nicht zuletzt bei den Löhnen derjenigen gespart, die diese Billigprodukte herstellen, ob nun im In- oder Ausland. Egal ob Landwirte, Fleischer, Fischer oder Bäcker – wer für Lebensmittel angemessene Preise zahlt, sichert Löhne und Arbeitsplätze in der eigenen Region.

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