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Kommentar Alle wollen dasselbe – und sollten endlich zusammenfinden
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Kommentar zu Bauernprotesten: Alle wollen dasselbe – und sollten endlich zusammenfinden

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20:00 17.01.2020
OZ-Reporter-Chef Andreas Meyer ist überzeugt, dass Bauern, Verbraucher und Politik an einen Tisch müssen. Quelle: Arno Zill
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Rostock

Die Proteste der Bauern gegen die Agrarpolitik des Bundes – sie haben schon fast etwas Kurioses an sich: Denn Landwirte, Politik und Verbraucher wollen im Grunde alle dasselbe. Nur die Mittel, der Weg zum Ziel, sind das Problem.

Die Bauern wollen leben – und sie wollen leben lassen. Gute und bezahlbare Lebensmittel zu produzieren, das ist ihr erklärtes Ziel. Genau das will eigentlich auch die Bundesregierung. Weniger Düngemittel, weniger Unkrautvernichtungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel. Mehr Einklang zwischen (Agrar-)Wirtschaft und Natur, zum Wohle der Verbraucher. Denn der verlangt schon seit Jahren mehr und mehr Bio-Produkte, steht den industriell erzeugten Lebensmitteln kritischer denn je gegenüber.

Im Klartext: Alle wollen gute, unbedenkliche Lebensmittel. Die Lösung: Alle Seiten müssen endlich mit- statt übereinander reden. Und alle Seiten müssen sich ein Stück weit bewegen: Die Bauern müssen bereit sein, ihre Landwirtschaft umzustellen. Die Politik muss diese Bemühungen belohnen – Milliarden für Subventionen gibt es in der Landwirtschaft ja bereits. Und der Verbraucher muss endlich bereit sein, für gute Qualität auch gute Preise zu zahlen. Eigentlich ist es mit gutem Willen ganz einfach.

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Von Andreas Meyer

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