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Kommentar Debatte über Gedenken in Grimmen zeigt: NS-Opfer sind nicht vergessen
Mehr Meinung Kommentar Debatte über Gedenken in Grimmen zeigt: NS-Opfer sind nicht vergessen
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20:45 29.10.2019
OZ-Reporter Thomas Luczak kommentiert die Debatte um Stolpersteine in Grimmen. Quelle: Arne Dedert/dpa und Frank Söllner
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Grimmen

Gedenkstein oder Stolpersteine? Über diese Frage wird in Grimmen seit Monaten gestritten. Wie soll der während des Nationalsozialismus ermordeten Juden gedacht werden? Was soll künftig an Edith Wolff, Vera und Bärbel Davidsohn erinnern? Drei kleine Messingschilder vor ihrem Wohnhaus in Grimmen? Oder ein Gedenkstein auf dem Friedhof der Stadt?

Der Gedanke hinter Stolpersteinen ist simpel: Sie sollen die Erinnerung aufrechterhalten. Tagtäglich. Die Alternative: Gedenktafeln und -steine auf Friedhöfen, in Gedenkstätten. Ihr Vorteil: Sie sind nicht so leicht zu übersehen. Aber: Wie oft werden sie bewusst besucht?

Opfer bleiben in Erinnerung

Fakt ist: Der Streit über die Form der Erinnerung mag manchem überflüssig erscheinen. Und natürlich wirkt eine Spaltung der Akteure in Zeiten von zunehmendem Antisemitismus alles andere als positiv.

Dennoch zeigt die Diskussion – egal wie in Grimmen entschieden wird: Die Opfer sind nicht vergessen. Ihre Schicksale werden nachvollziehbar sein, für uns und folgende Generationen. Von ihnen wird mehr bleiben als nur eine nackte Zahl im Geschichtsbuch.

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Von Thomas Luczak

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