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Kommentar MV besteht nicht nur aus Tourismushochburgen
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15:00 06.09.2019
Axel Büssem kommentiert die Tarifforderung in der Gastronomiebranche. Quelle: Frank Söllner/dpa
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Rostock

Die Gewerkschaft NGG fordert 26 Prozent mehr für Mitarbeiter der Gastro-Branche in MV. Wenn man sich anschaut, wie wenig etwa ein gelernter Koch verdient, ist das sicher gerechtfertigt. Und die gut gefüllten Hotels an der Ostsee in der Hochsaison legen nahe, dass sich die Arbeitgeber durchaus höhere Löhne leisten könnten. Wer gute Arbeit erwartet, muss dafür auch gutes Geld bezahlen.

Die Argumente der Gegenseite sind allerdings auch nicht von der Hand zu weisen: MV besteht eben nicht nur aus Tourismushochburgen. Im Binnenland ist ohnehin schon ein Gasthaussterben im Gange, 26 Prozent mehr für das Personal dürfte da so manchem Wackelkandidaten den Todesstoß versetzen.

Geringe Tarifbindung

Ein Teil des Problems ist wohl der Tarif selbst: Nur zwölf Prozent der Branchenbeschäftigten sind in der Gewerkschaft. Damit hat die NGG eine schlechte Verhandlungsposition. Andererseits zahlen die Arbeitgeber, die es sich leisten können, ohnehin deutlich über Tarif, weil sie sonst niemanden finden würden.

Es braucht daher neue Ansätze, wie die Ansprüche der Mitarbeiter befriedigt werden können, ohne die Arbeitgeber zu überfordern, und gleichzeitig braucht es einen Ausgleich zwischen Tourismuszentren und Hinterland. Keine einfache Aufgabe.

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Von Axel Büssem

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