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Kommentar Lahme Bauämter: Das ist ein Armutszeugnis
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05:30 29.12.2018
OZ-Redakteur Frank Pubantz kommentiert die lange Bearbeitungsdauer von Bauanträgen in MV. Quelle: Jens Büttner/dpa
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Rostock

Vier bis sechs Monate für eine Baugenehmigung: Der Landesrechnungshof legt bei einem Ärgernis der landesweiten Verwaltung den Finger in die Wunde. Fazit einer Prüfung: Obwohl nur ein halber Arbeitstag nötig ist, um einen Bauantrag zu bearbeiten, ziehen noch viele Wochen ins Land, weil Akten liegen oder umständlich zwischen Ämtern umherreisen. Wer in MV ein Haus baut, braucht Geduld. Digitalisierung ist in den meisten Bauämtern ein Fremdwort. Da wird also nicht die Akte eingescannt und dann per E-Mail verschickt, sondern es gilt das alte Prinzip: Gut ist nur, was du anfassen kannst. Fehlt nur noch die Postkutsche. Kurios: In Ämtern ist eine verschiedene Anzahl von Arbeitsschritten Praxis – ein Bauantrag, viele Lösungen.

Zum Thema: Hier dauert der Bauantrag in MV am längsten

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In dieser schnelllebigen Zeit ist das ein Armutszeugnis für Verwaltungen. Alle reden von Digitalisierung, wenn es aber an die Umsetzung geht, hakt es überall. Sicher, erst einmal müssen Orte mit Verwaltungen vernünftiges Breitband erhalten. Da hat MV erheblichen Nachholebedarf. Dann muss man das virtuelle Bauamt aber auch wollen. Nicht nur als politisches Lippenbekenntnis. Das Bauministerium als Fachaufsicht kündigt es für 2019 an. Daran wird es zu messen sein.

Frank Pubantz

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