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Kommentar Seidenstraße ist eine Chance für MV
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20:04 06.11.2019
Frank Pubantz kommentiert den Anschluss Mecklenburg-Vorpommerns an die Neue Seidenstraße nach China. Quelle: Frank Söllner und dpa
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Rostock

Der erste Zug mit Handelsgütern aus China wird in wenigen Tagen direkt in Mecklenburg-Vorpommern ankommen. Im Hafen Sassnitz-Mukran auf Rügen werden 41 Container erwartet, die für den Nordosten eine direkte Anbindung an die Neue Seidenstraße, eine wiederbelebte Handelsroute, die es vor rund 2000 Jahren gab, bedeuten. Das könnte die Bedeutung von Häfen im Land erheblich anheben, womöglich die Wirtschaft ankurbeln.

Natürlich birgt eine Annäherung an China auch Risiken. Der Wirtschaftsgigant im Osten mit 1,4 Milliarden Menschen wird künftig vor allem wirtschaftlich weltweit noch mehr den Ton angeben. Das kommunistische Land ist autoritär geführt, Menschenrechte kaum vorhanden.

Handel ist besser als Konfrontation

Keine Beziehungen zu China zu haben, wäre aber grotesk. Handel treiben ist besser als Konfrontation. Das gilt für Russland wie für China. Andere machen es sowieso. Und: Gerade das Exportland Deutschland braucht große Märkte.

Gegenseitiger Vorteil muss eine Grundbedingung für die neue Nähe über die Seidenstraße sein. Eine Schwierigkeit dürfte die Einigung auf gemeinsame Standards werden. Deutschland, besser ganz Europa muss weiterhin Menschenrechte und vernünftige Arbeitsbedingungen von Partnern einfordern.

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