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Kommentar Kein Grund zur Sorge
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Kommentar zum Milliarden-Deal: Genting verkauft Schiffe der MV Werften: Kein Grund zur Sorge

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08:31 25.01.2020
Andreas Meyer kommentiert den Verkauf von Genting-Schiffen an Banken. Im Bild: die „Crystal Endeavor“ beim Ausdocken. Quelle: Frank Söllner und dpa
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Rostock

Was das Internet-Lexikon Wikipedia über die sogenannten „sale and lease back“-Geschäfte schreibt, klingt nicht allzu positiv: „Unternehmer, die Liquiditätsengpässe überbrücken müssen und nicht über ausreichende Bonität [...] verfügen, nutzen diese Variante zur Generierung von Liquidität.“ Im Klartext: Wenn eine Firma Schiffe, Maschinen oder Flugzeuge aus ihrem Besitz verkauft und dann wieder zurückmietet, sieht es um die Zahlen nicht allzu gut aus.

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Dass nun der Mutter-Konzern der MV Werften zu ebenjenen Mitteln greift, um Geld einzunehmen, ist dennoch kein Grund zur Sorge. Denn das frische Kapital nutzt Genting in MV, um den Bau der neuen Schiffe, Investitionen und Innovationen auf den Werften abzusichern. Auf „unseren“ Werften. Die Belegschaft, die Zulieferer und die Kommunen sind also de facto nun noch besser abgesichert.

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Und auch um den Großkonzern Genting sieht es nicht allzu schlecht aus – trotz Verlusten in den vergangenen Bilanzen. Die Großen der Finanzwelt glauben an Genting und die MV Werften. Das ist ein gutes Zeichen.

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Von Andreas Meyer

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