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Kommentar Immobilien in MV: Der Staat als Preistreiber
Mehr Meinung Kommentar Immobilien in MV: Der Staat als Preistreiber
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06:30 20.08.2019
Thomas Luczak zum Thema Wohneigentum in MV. Quelle: dpa
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Rostock

Obwohl die Zinsen für Baukredite seit Jahren extrem niedrig sind, ist der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses für viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern nach wie vor undenkbar. Gerade mal 38,9 Prozent von uns leben in den eigenen vier Wänden, deutlich weniger als in anderen Flächenländern.

Die Gründe sind vielfältig: So hält der Zuzug in die Städte an. Wohnraum in Rostock, Greifswald oder Schwerin ist knapp und teuer – von Binz oder Kühlungsborn ganz zu schweigen. Behörden und Bauwirtschaft schaffen es kaum, günstigen Wohnraum zu schaffen. Zudem drängen – gelockt durch niedrige Zinsen – mehr und mehr Profi-Käufer auf den Immobilienmarkt. Folge: Die Kapitalschwemme lässt die Preise weiter steigen. Ein Nachteil gerade für Menschen in MV, die generell weniger Eigenkapital zur Verfügung haben. Parallel zu Kauf- und Baupreisen steigen die Nebenkosten – für Notar, Grundbuch, Makler.

Zudem treibt auch noch der Staat die Preisentwicklung an: So wurde die Grunderwerbsteuer im Nordosten zum 1. Juli deutlich erhöht – von fünf auf üppige sechs Prozent. Paradox! Wer Wohneigentum fördern will, muss einen anderen Kurs einschlagen.

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Kommentar:
Der Staat als Preistreiber

Von Thomas Luczak

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