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Kommentar Lehrermangel: Welche Strategie hat die Bildungsministerin?
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10:30 20.11.2019
Kommentar von Benjamin Fischer zum Lehrermangel Quelle: Frank Söllner / DPA
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Rostock

Der Ton macht bekanntlich die Musik. Und in dieser Hinsicht ist eine Verordnung mit dem wenig PR-tauglichen Titel „Lehrerausbildungskapazitätsverordnung“ alles andere als ein Gewinn fürs Land. Wir in Mecklenburg-Vorpommern haben das Problem, dass in den nächsten Jahren ältere Lehrer in Größenordnungen in den Ruhestand wechseln, ohne dass ausreichend junge Menschen bereitstehen, um das Sagen im Klassenzimmer zu übernehmen.

Referendare können sich aussuchen, in welchem Bundesland sie künftig jeden Morgen in die Schule gehen wollen, unsere Kinder können dies nicht. Insofern wirkt die Strategie von Bildungsministerin Bettina Martin derart janusköpfig, dass man sich fragt, ob sie überhaupt eine hat.

Steife Verordnungen sind wenig attraktiv

Wer einerseits mit Kapazitätsverordnungen hantiert und zugleich eine Million für große Werbekampagnen ausgibt, hat nicht verstanden, dass jetzt jeder Nachwuchslehrer eingestellt werden sollte, egal, ob er nun in die Verordnung passt oder nicht. In einigen Jahren wird sich das gelohnt haben. Bis dahin sollte die Ausbildung im Schuldienst vor allem attraktiver werden. Steife Verordnungen bewirken an dieser Stelle das Gegenteil.

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Von Benjamin Fischer

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