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Kommentar Solch ein Verhalten ist asozial
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19:05 28.10.2019
OZ-Sportchef Christian Lüsch kommentiert die Gewalt gegen Schiedsrichter im Fußball. Quelle: Frank Söllner und dpa
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Rostock

Niemand darf bespuckt werden! Niemand darf beleidigt werden! Niemand darf verprügelt werden! Punkt! Die Prinzipien des vernünftigen Umgangs unter Menschen sind allgemeingültig – und schließen das Verhalten gegenüber Schiedsrichtern ausdrücklich ein.

Normalerweise sollte dies keiner besonderen Erwähnung bedürfen. Die erschütternden Nachrichten von Amateur-Fußballplätzen verdeutlichen aber, wie wichtig es ist, den Verfall der guten Sitten zu erkennen, zu thematisieren und zu stoppen.

Kein fußballspezifisches Problem

Schiedsrichter haben ein Recht darauf, geschützt zu werden. Es ist konsequent und notwendig, dass sich diejenigen, die anderen das Freizeitvergnügen ermöglichen, gegen jede Form von Exzessen zur Wehr setzen. So möchte und darf niemand behandelt werden.

Asoziales Verhalten ist kein fußballspezifisches, sondern ein gesellschaftliches Problem. Es erscheint in der Sportart deutlich stärker ausgeprägt zu sein, da überproportional viele Menschen beim Fußball aktiv sind.

Der Verrohung entgegenzuwirken ist eine Aufgabe, die alle angeht. Umgangsformen muss jeder lernen: in der Familie, in der Schule, im Beruf, beim Sport. Zu spät ist es dafür nie.

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