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Kommentar Grundsteuerreform: Rechnung ohne Kommunen gemacht
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06:39 18.10.2019
Frank Pubantz kommentiert die bevorstehende Grundsteuerreform. Quelle: Frank Söllner / Jens Büttner (dpa)
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Rostock

Für eine Villa dürfe nicht die gleiche Steuer verlangt werden wie für ein deutlich kleineres Einfamilienhaus. Mit diesem Bild verdeutlicht der Städte- und Gemeindetag MV, worum es bei der Grundsteuerreform geht. Fraglich, ob es auch so kommt.

Die Reform, die der Bundestag am Freitag eintüten will, dürfte auch in MV zu großen Verschiebungen bei der Steuerlast kommen. Dabei gilt auch: Wer in Toplagen etwa an der Küste oder der Rostocker Innenstadt lebt, auch Mieter, muss unterm Strich tiefer in die Tasche greifen als anderswo – auch wenn er selbst von Mondpreisen am Immobilienmarkt nichts hat. Kritiker befürchten bis zu 70 Prozent obendrauf.

Dass ein Kompromiss nicht einfach würde, war klar, seit das Bundesverfassungsgericht mehr Gerechtigkeit in der Steuererhebung bundesweit forderte. Die Rechnung der Politik könnte am Ende ohne die Städte und Gemeinden gemacht sein: Denn die können über eine Stellschraube festlegen, wie hoch das Steueraufkommen am Ende wirklich ist. Da viele von ihnen seit Jahren fast pleite sind und von Behörden (Landkreise, Regierung) sogar zu Steuererhöhungen gezwungen wurden, ist zu bezweifeln, dass überall freiwillig auf mehr Geld der Bürger verzichtet wird.

Zum Artikel: Neue Grundsteuer: Für diese Hausbesitzer in MV wird es teuer

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Von Frank Pubantz

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