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Kommentar Gesetze gelten für alle – auch für VW
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06:19 07.08.2019
Frank Pubantz kommentiert die Gerichtsverfahren zum Abgas-Skandal. Quelle: Frank Söllner/dpa
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Rostock

Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen. Es sieht derzeit nicht so aus, als ob die juristischen Auseinandersetzungen zum Abgas-Skandal des Automobil-Konzerns Volkswagen in MV nach dieser Redewendung ausgehen. Die Mehrheit der Fälle wird laut den Gerichten im Sinne der übers Ohr gehauenen Kläger entschieden. Das ist ein gutes Zeichen für den Verbraucherschutz. Allerdings ist offen, wie die Urteile in weiterer Instanz ausgehen.

Natürlich muss ein Konzern, der mit Schummel-Software die Abgaswerte von Millionen Autos manipuliert, damit gegen Umweltauflagen verstößt und Kunden hinters Licht führt, zur Verantwortung gezogen werden. Wer betrügt, muss bestraft werden. So fordert es das Gesetz. Aber ob es am Ende wirklich in voller Härte dazu kommt, darf bezweifelt werden.

Man stelle sich vor: VW und andere Hersteller müssten wie in gerade geurteilten Fällen fünfstellige Beträge hunderttausendfach auszahlen. Dann sähe es um die Autobranche, in der Sogwirkung um viele Jobs und die Volkswirtschaft wohl schlecht aus. Und doch muss es tiefgreifende Konsequenzen geben. Eine wäre, politisch endlich konsequent Einfluss auf umweltfreundliche Antriebe zu nehmen, die mehr Verbraucher sich auch leisten können.

Mehr lesen: Abgas-Skandal vor Gericht: So viel muss VW an zwei Kläger aus MV zahlen

Von Frank Pubantz

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