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Kommentar Mehr Hilfe für die Helfer ist nötig
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06:34 29.03.2019
Kommentar von Volker Penne zum Thema Pflege Quelle: Frank Söllner / David Hecker(dpa)
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Rostock

Nirgendwo ist bundesweit die Gefahr, pflegebedürftig zu werden, so groß wie in MV. Während bundesweit 3,7 Prozent der Bevölkerung gepflegt werden, sind es im Nordosten laut Schweriner Sozialministerium 5,5 Prozent. Die Folge: Gerade die pflegenden Angehörigen geraten immer stärker unter Druck, wie etwa der aktuelle Barmer-Pflegereport zeigt.

Fakt ist: Die meisten Erkrankten möchten möglichst in den eigenen vier Wänden bleiben. Sieben von zehn Pflegebedürftigen werden daheim betreut. Doch viele der Pflegenden – 38 Prozent sind 70 Jahre und älter – sind erschöpft. Bei 85 Prozent von ihnen bestimmt die Pflege den Alltag, 40 Prozent fehlt Schlaf. Die Folge: Sie erkranken selbst schwer. Ein Pflegekollaps droht. Dankesworte und Absichtserklärungen helfen nicht weiter. Das hat endlich auch die Politik erkannt. Die Landesregierung will Pflegende wirksamer entlasten. So sollen unter anderem Bedingungen für die Kurzzeit- und Verhinderungspflege verbessert, ein Rechtsanspruch auf Auszeiten mit Reha-Leistungen durchgesetzt werden. Die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege gilt als Ansatzpunkt, etwa durch ein gutes Kita-Angebot. Mehr Hilfe für die Helfer ist dringend nötig.

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