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Kommentar Kunstrasenverbot: Immer auf die Schwächsten!
Mehr Meinung Kommentar Kunstrasenverbot: Immer auf die Schwächsten!
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11:57 23.07.2019
OZ-Redakteur Andreas Meyer kommentiert das mögliche Kunstrasenverbot und spricht sich dagegen aus. Quelle: Frank Söllner
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Rostock

Keine Frage: Mikroplastik ist ein riesiges Problem. Und ja natürlich: Es muss endlich alles getan werden, um zu verhindern, dass die gefährlichen Partikel in die Umwelt, in Tiere, in die Nahrung gelangen. Aber mal im Ernst: Sind Kunstrasen-Sportplätze dabei wirklich unsere größte Sorge? Wenn die EU die Plätze nun wirklich verbieten und abschaffen will, trifft sie mal wieder die „Schwächsten“: die Sportvereine, die Ehrenamtler.

Viele Vereine im Land haben jahrelang um ihren Kunstrasen gekämpft, Spenden gesammelt, Sponsoren und Fördermittel eingeworben. Und nun soll das für die Tonne gewesen sein? Am Ende wird der Steuerzahler die Zeche zu zahlen haben – wenn neue Sportplätze landauf, landab gebaut werden müssen. Wieso aber nimmt sich Brüssel nicht erst mal die wirklich großen Plastikverursacher vor? Den Handel. Nach wie vor gibt es kaum ein Produkt im Supermarkt, das nicht doppelt und dreifach in Plastik verpackt ist.

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Doch an dieser „Front“ im Kampf gegen Mikroplastik lässt die EU die Unternehmen gewähren. Nur keinen Zwang für die Industrie, dort soll auf „Freiwilligkeit“ gesetzt werden. Stattdessen knebelt Brüssel lieber Vereine, Ehrenamtler, kleine Kommunen. So wird Umweltschutz aber nie Akzeptanz gewinnen.

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