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Kommentar Laage lockt Hightech: Visionen braucht das Land
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13:24 28.07.2019
Rostock-Laage träumt davon, Test-Flughafen für neue, Wasserstoff-betriebene Flugzeuge zu werden. Eine hochfliegender Plan, aber ein interessanter - kommentiert OZ-Wirtschaftschef Andreas Meyer. Quelle: Frank Söllner / DPA
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Rostock

Zugegeben: Wer die neuesten Ideen für den größten Flughafen des Landes hört, denkt an Alt-Kanzler Helmut Schmidt – und sein legendäres Zitat: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“. Denn was Land und Landkreis für Rostock-Laage planen, klingt geradezu fantastisch: Die Landesregierung gibt Zehntausende Euro für eine Studie aus, ob der Flughafen auch als „Spaceport“, als Weltraumbahnhof, genutzt werden kann. Und der Landkreis will nun Entwickler, Forscher, Firmen in den Nordosten holen, die in Laage Wasserstoff-Antriebe für Flugzeuge bauen und testen. Zu abgehoben? Heute mag das noch gelten. Ja, und ja: Die Wahrscheinlichkeit, dass Laage eines Tages in einem Atemzug mit Cape Canaveral oder Baikonur genannt wird, ist nicht riesig. Aber: Es ist absolut richtig, dass sich Land und Landkreis mit zwei Themenfeldern befassen, die in Zukunft echte Boom-Branchen sein werden: mit der Raumfahrt und der sauberen Luftfahrt. MV bringt sich als Technologie-Land ins Gespräch, als Standort der Zukunft. Mag sein, dass die Ideen so schnell nicht wahr werden. Aber wer nicht wagt, kann auch nichts gewinnen. Von Tourismus allein jedenfalls wird MV dauerhaft nicht leben können.

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