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Kommentar Nicht aus Scham schweigen
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16:29 12.07.2019
Kommentarbild online, Ann-Christin zum Liebesbetrug Quelle: Fotograf oder dpa
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Rostock

Sie wollten sich verlieben, Schmetterlinge im Bauch spüren, glücklich sein – und erleben gleich wieder einen emotionalen Tiefschlag. Zwei Frauen aus der Region Rostock sind auf Liebesbetrüger reingefallen, haben sich um insgesamt 450 000 Euro verschuldet, um ihre virtuellen Partner in einer angeblichen Notsituation zu helfen. Wie oft das in MV bislang passiert ist, ist nach Angaben des Landeskriminalamtes unklar. Die Dunkelziffer sei aber hoch.

Die Betrüger missbrauchen auf unsägliche Weise die Gefühle ihrer Opfer. Doch auch wenn neben dem finanziellen Schaden der emotionale Schmerz tief sitzt, sollten Opfer von Love-Scamming nicht aus Scham den Gang zum Revier meiden. Wenn jemand, wie die beiden Frauen aus der Region Rostock, den Mut aufbringt, Anzeige zu erstatten, dann kann vielleicht die Nächste vor dem berechnenden Liebesspiel geschützt werden. Beim Enkeltrick funktioniert das schließlich auch: Immer mehr Versuche scheitern, weil die Masche den Bürgern mittlerweile bekannt ist oder sie von Freunden, Familie oder Bankmitarbeitern gewarnt werden.

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