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Kommentar Ein Teufelskreis
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06:31 27.02.2019
Axel Meyer kommentiert den Negativrekord bei Krankschreibungen in Mecklenburg-Vorpommern. Quelle: layout
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Rostock

Mehr als 20 Tage waren Arbeitnehmer in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr durchschnittlich krankgeschrieben. Damit fehlten die Beschäftigten gut vier Wochen lang an der Arbeitsstelle – ein Negativrekord und ein enormer wirtschaftlicher Schaden. Ein Grund für die zahlreichen Krankmeldungen: die heftige Grippewelle, die Anfang 2018 den Nordosten im eisernen Griff hatte.

Lesen Sie hier: Das richtige Verhalten im Krankheitsfall

Zeitweise ging bei etlichen Betrieben und Behörden kaum noch etwas. Viele Unternehmen haben daher den Influenza-Infektionen den Kampf angesagt. Dass beispielsweise Impfungen helfen, die Grippe abzuwehren, ist Fakt. Denn der Großteil der Erkrankten ist nicht geimpft.

Aber die Grippe ist nicht das einzige Übel. Hohe Auslastungen der Betriebe und zugleich ein Mangel an Arbeitskräften sowie der Umbruch der modernen Arbeitswelt – etwa durch die Digitalisierung – erhöhen den Druck: Weniger Beschäftigte sollen mehr Arbeit in möglichst noch kürzerer Zeit schaffen. Ein Teufelskreis: Denn der Druck sorgt für Frust und Stress bei den Mitarbeitern, die dadurch anfälliger sind für Depressionen, Herz-Kreislauf- und Sucht-Erkrankungen.

Axel Meyer