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Kommentar Neuer Job für Brodkorb: Zweifelhafter Befreiungsschlag
Mehr Meinung Kommentar Neuer Job für Brodkorb: Zweifelhafter Befreiungsschlag
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19:46 25.10.2019
Kommentar von Volker Penne zu Unikliniken in MV. Quelle: Frank Söllner / Ove Arscholl
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Schwerin

Das Überraschungsmoment ist ganz klar auf ihrer Seite. Und die Entscheidung von Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) verdient das Prädikat „mutig“. Ihren Vorgänger urplötzlich als obersten Aufseher der Unimedizinen zu inthronisieren, hat nicht nur die Vorstände der Krankenhausgiganten in Rostock und Greifswald verblüfft. Ob diese Rochade aber tatsächlich als Befreiungsschlag taugt, ist zumindest fraglich.

Und das nicht nur, weil in der Zeit, als ihr Parteigenosse Mathias Brodkorb als Ex-Bildungsminister Verantwortung trug, zumindest ein Teil der Probleme in den Hansestädten bereits köchelte. Gewinn-Maximierung und Boni für die Vorstände, strategische Managementfehler und wachsende Unzufriedenheit bei den Patienten ...

Jetzt aber brodelt es unter den Ärzten und dem Pflegepersonal, vor allem in Rostock. Arbeitsüberlastung, die nervende Dauerbaustelle Zentrale Medizinische Funktionen, die Schließung von Stationsteilen aufgrund fehlenden Pflegepersonals – die Liste der Probleme ist lang. Da braucht es einen professionellen Aufsichtsrat. Brodkorb könnte sein großes Insiderwissen helfen. Und Sinn würde machen, medizinischen und wissenschaftlichen Sachverstand aus ganz Deutschland einzuholen.

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Von Volker Penne

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