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Kommentar Neuer „Polizeiruf 110“ aus Rostock: Warum dieser Fall nur Durchschnitt war
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Neuer „Polizeiruf 110“ aus Rostock: Warum dieser Fall nur „Durchschnitt“ war

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17:28 20.01.2020
Kommentar von Andreas Meyer zum neuen Polizeiruf aus Rostock. Quelle: Montage: Frank Söllner / ARD/NDR
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Rostock

Was Krimis angeht, bin ich wählerisch: Die „Tatorte“ aus Münster, Bremen und Kiel schaue ich mir an – und RostocksPolizeiruf 110“. Nicht nur aus Heimatliebe, sondern aus Überzeugung. Denn Rostocks Ermittlerduo zählt mit Abstand zum Besten, was TV-Deutschland zu bieten hat.

Der neue „Polizeiruf“ vom Sonntag allerdings war da eine Ausnahme – auch wenn die Quote top gewesen ist. Die Geschichte rund um den Jungunternehmer Michael Norden, der zu raffgierig ist und am Ende seine finanziellen Probleme mit Mord lösen muss, hatte Potenzial. Nur genutzt haben es die Macher nicht. Der Film hat Längen, plätschert über weite Strecken vor sich hin – ohne Wendung, Wirrungen, Action.

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Dass sich mit dem Serienmörder Wachs eine Stimme aus der Vergangenheit bei den Ermittlern meldet, ist nett gedacht – bringt aber auch kaum Fahrt in diesen „Polizeiruf 110“. Am Ende ist die Handlung simpel, der Spannungsbogen überschaubar und die auch von den Zuschauern so geliebten Konflikte im Privaten des Ermittlerteams werden allenfalls angekratzt.

Durchschnittskrimikost am Sonntagabend. Aber von den Rostocker Ermittlern bin ich nun einmal Besseres gewohnt.

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Von Andreas Meyer

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