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Kommentar Neuer Windpark Arkona vor Rügen: Windstrom braucht Akzeptanz
Mehr Meinung Kommentar Neuer Windpark Arkona vor Rügen: Windstrom braucht Akzeptanz
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20:43 16.04.2019
OZ-Redakteur Thomas Luczak kommentiert die Einweihung des zum Arkona Windparks vor Rügen. Quelle: Montage: Arno Zill
Rostock

35 Kilometer nordöstlich von Rügen ist in den vergangenen zwei Jahren ein riesiges Kraftwerk entstanden: Der Offshore-Windpark Arkona, der bislang größte in der Ostsee und am Dienstag offiziell in Betrieb genommen, hat 385 Megawatt Leistung. Das reicht für rund 400 000 Haushalte.

Positiv: Weil draußen auf dem Meer fast immer Wind weht, können die Rotoren viel mehr Energie produzieren als vergleichbare Anlagen an Land. Und das auch noch nahezu schwankungsfrei. Zudem wird die Strom-Produktion offshore immer kostengünstiger: Mit fünf bis neun Cent pro Kilowattstunde ist Windstrom wettbewerbsfähig mit Energie aus anderen Energieträgern. Das könnte – auf lange Sicht – den Strompreis senken.

Das bisher leistungsstärkste Offshore-Projekt der Ostsee, der Windpark Arkona, ist am Dienstag offiziell in Betrieb gegangen. Wir zeigen Bilder von der Eröffnung mit Kanzlerin Angela Merkel und Fotos aus der Bauphase.

Jedoch: Auch wenn man viele Offshore-Anlagen von Land aus kaum oder gar nicht sehen kann: Sie sind ein drastischer Eingriff in die Natur. Wichtig ist, schon beim Bau Schäden für die sensible Unterwasserwelt zu vermeiden – insbesondere für Schweinswale. Auch Vogelflugrouten und -rastplätze müssen geschützt werden. Nur wenn dies beachtet wird, gibt es Akzeptanz bei den Menschen. Und nur mit den Menschen kann die Energiewende in Deutschland gelingen.

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Thomas Luczak

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