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Kommentar Ohne Speicher keine Energiewende
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07:55 06.04.2019
Frank Pubantz
Frank Pubantz Quelle: Frank Söllner
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Rostock

Gut 2000 Windräder drehen sich in MV und auf dem Wasser davor. Sie sind Symbole einer Energiewende, die immer noch im Grundsätzlichen feststeckt. Natürlich war es richtig, einen Weg regenerativer Energiegewinnung zu gehen, um möglichst schnell die umwelt- und klimaschädliche Verbrennung fossiler Brennstoffe zu beenden. Bei aller Euphorie – und auch Agitation – hielt ein entscheidender Punkt dieser Wende aber nicht mit: Transport und Speicherung größerer Energiemengen sind auch 20 Jahre nach dem Aufbruch mangels entsprechender Technik ungenügend möglich. Gen Süden fehlen große Trassen für den Windstrom, überall fehlen Großspeicher.

Da will ein Rostocker Physiker mit dem Bau eines Wasserstoffspeicher-Kraftwerks anknüpfen, wie andere Forscher mit ähnlichen Techniken auch. Industrie und Politik sind interessiert. Die Vision: Das Kraftwerk sorgt großflächig für Energie, ersetzt schmutzige Kohle-Kraftwerke. Weht aber genug Wind und scheint die Sonne, nimmt die Zauberkiste der Zukunft die Energie von außen auf. Das klingt zu schön, um heute schon real zu sein. Solange solche Speicherlösungen nicht vorhanden sind, wird es kaum gelingen, auf Kohle, Gas und Öl als Energieträger zu verzichten.

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