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Kommentar Plattdeutsch darf nicht sterben
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10:31 14.08.2019
Kommentarbild online, Sönke Fröbe und Bernhard Schmidtbauer Quelle: Fotograf oder dpa
Rostock

Die Landesregierung weiß um das Ansehen von Plattdeutsch zwischen Ostsee und Seenplatte. Seit dem Schuljahr 2017/18 ist Platt in MV ordentliches Unterrichtsfach, an sechs Profil-Schulen sogar Abiturprüfungsfach. Nun legt Schwerin nach. Endlich. Mit „Platt mit Plietschmanns. Dat Plattdüütsch-Lihrbauk“ gibt es nun ein Lehrbuch.

Die Fibel hilft, ein hartnäckiges Vorurteil zu kippen: Plattdeutsch liege bereits auf dem Totenbett der aussterbenden Sprachen. Dass dem nicht so ist, haben mehrere Studien in den letzten Jahren eindrucksvoll bewiesen. Vor allem die Menschen in MV zeigen im Vergleich mit den anderen Norddeutschen: Ihr Herz schlägt besonders stark für ihre Sprache.

Kinder und Jugendliche, die das Niederdeutsche erlernen, tun dies vor allem in Kitas und Schulen. Klar: Je jünger die Schüler sind, desto schneller geht’s. Aber: Die Platt-Eleven müssen auch in ihren Familien Ansprechpartner finden. Wo Oma oder Opa noch plattsnacken können, sind die Kinder gut dran.

Von Bernhard Schmidtbauer

Klicken Sie sich durch diese Liste von plattdeutschen Wörtern, die unserer Redaktion besonders gut gefallen – natürlich erklären wir auch, was sie bedeuten!