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Kommentar Rückkauf von Kliniken in MV: Konzerne in die Pflicht nehmen
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Rückkauf von Kliniken in MV: Konzerne in die Pflicht nehmen!

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07:25 13.12.2019
OZ-Reporter-Chef Andreas Meyer hält den Rückkauf von Kliniken auf „dem flachen Land“ für sinnvoll. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
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Rostock

Dass ausgerechnet die Rathaus-Chefs in den großen Städten nur Gutes über ihre privaten Kliniken zu sagen wissen, das überrascht wenig: In Wismar und Stralsund, aber auch in Bad Doberan – im Rostocker „Speckgürtel“ – lässt sich mit der Krankenversorgung gutes Geld verdienen. Viele Menschen leben dort und somit viele Patienten für die Kliniken. Das Geschäft lohnt sich, Investitionen sind kein Problem.

Auf dem „flachen Land“ sieht das anders aus: In Crivitz und Parchim, Anklam und Wolgast – um nur einige Beispiele zu nennen – leben nicht mehr so viele Menschen. Das Geschäft für die Krankenhaus-Konzerne ist dort härter. Was sich nicht lohnt, wird geschlossen.

Patienten zweiter Klasse?

So ist die Logik der Wirtschaft. So aber darf es nicht laufen: Auch wenige Menschen haben ein Recht auf eine komplette medizinische Versorgung. Sie dürfen keine Bürger und Patienten zweiter Klasse sein.

Die Kliniken zurückzukaufen, wäre ein Weg. Aber das würde es den Konzern zu einfach machen. Die Rosinen-Pickerei in der Medizin muss ein Ende haben. Wer in Großstadt A gutes Geld verdient, muss dafür in Kleinstadt B auch geringere Renditen akzeptieren. Dazu müssen die Konzern vom Gesetzgeber gezwungen werden. Es kann nicht sein, dass Konzerne sich nur die lukrativen Standorte aussuchen und den Rest dem Steuerzahler überlassen.

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Von Andreas Meyer

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