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Kommentar Schluss mit den Funklöchern
Mehr Meinung Kommentar Schluss mit den Funklöchern
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05:02 04.06.2019
Frank Pubantz Quelle: Frank Söllner
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Rostock

Jetzt haben Smartphone-Nutzer schwarz auf weiß, was sie seit langem wissen: In MV gibt es überall Löcher im Mobilfunknetz. Belegt hat dies eine Firma im Auftrag der CDU-Landtagsfraktion, die eine Kette gemeldeter Funklöcher abfuhr. Die LTE-Signalqualität in Problemgebieten ist demnach je nach Anbieter bei 15 bis 40 Prozent der Messungen mies oder gar nicht vorhanden. Minister Pegel zweifelt die Werte wegen subjektiver Auslese an. Fakt ist: Die Netze sind lückenhaft, Ausbau erforderlich.

Mobilfunk-Anbieter vergraben sich gern hinter der Formel, dass sie 98 Prozent der besiedelten Gebiete bundesweit versorgen. Politik hat erkannt: Dies reicht nicht, da ländliche Regionen abgehängt bleiben. Wer wie SPD und CDU Internet-Verfügbarkeit zur Daseinsversorge erklärt, ist daran zu messen. Durchgesetzt hat sich diese Position aus MV aber nicht einmal bei der jüngsten Versteigerung hochmoderner 5G-Lizenzen.

Hand aufs Herz: Wer das Internet nutzt, möchte dies auch in Auto und Zug oder im entlegenen Dorf tun. Fraglich bleibt, ob wirklich die letzte Milchkanne angefunkt werden muss. Im Urlaub auf Fahrrad oder Boot kann es offline deutlich erholsamer zugehen. Subjektiv betrachtet.

Zum Artikel: Von Funkloch zu Funkloch

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