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Kommentar Schonzeiten einhalten!
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22:14 01.05.2019
Thomas Luczak zur Schonzeit von Rotwild Quelle: layout
Rostock

Die Sache ist verzwickt: Besteht die Gefahr, dass wirtschaftliche Kulturen oder zu schützende Pflanzen- oder Tier-Bestände vernichtet werden könnten, dürfen Wildtiere auch innerhalb von Schonzeiten gejagt werden. In Ausnahmefällen.

Wenn es jedoch, wie derzeit bei Schuenhagen nahe Greifswald, um einige wenige Tiere geht, kann von einer massiven Gefahrensituation für den dortigen Wald wohl keine Rede sein. Deshalb ist es richtig, dass die Ausnahmegenehmigung für die Rotwildjagd innerhalb der Schonzeit gekippt wurde. Trächtige Tiere würden gestört, Familienverbände zerrissen werden. Zumal Rotwild eigentlich auf Wiesen und Äckern nach Futter sucht und nur in Notzeiten an Bäumen knabbert.

Mehr lesen: Für den Klimaschutz: Förster fordern stärkere Jagd auf Hirsche

Fakt ist doch: Wildlebende Tiere sind nicht nur eine Gefahr für Wald und Flur, sondern gehören zu unserer Kulturlandschaft. Sie sind ein Wert an sich. Deshalb sind Kompromisse nötig zwischen den Bedürfnissen von Wildtieren und den wirtschaftlichen Interessen von Waldbesitzern und Bauern. Ohne Not die Schonzeit zu kappen und damit ethische Grundsätze über Bord zu werfen, das darf nicht die Lösung sein.

Thomas Luczak

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