Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kommentar Gefährlicher Trend geht uns alle an!
Mehr Meinung Kommentar Gefährlicher Trend geht uns alle an!
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:22 09.05.2019
Die zunehmende Anzahl an Vorgärten aus Steinen und Schotter ist eine gefährliche Entwicklung, findet OZ-Redakteurin Virginie Wolfram. Quelle: Montage: Arno Zill
Anzeige
Rostock

Schotter statt Schnittblumen: Ein alarmierender Trend macht sich bundesweit breit. Wo früher Blumen in Vorgärten blühten, glänzen nun Steine und Kies in der Sonne. Weil sie pflegeleichter sein sollen und immer weniger Menschen Zeit und Lust auf Gartenarbeit haben, wie eine Schweizer Studie herausgefunden haben will.

Für Umwelt und Klima ist diese Entwicklung ein Desaster. Denn betroffen sind vor allem die ohnehin oft grünarmen Städte, in denen durch Bebauung bereits viele Flächen versiegelt sind. Insekten bleiben fern, Artenvielfalt geht verloren und es entstehen immer mehr ökologisch tote Flächen. Ein unschöner Nebeneffekt: Die Schotterflächen heizen sich im Sommer stark auf. Am Ende betreffen diese (St)Einöden also uns alle und nicht nur den jeweiligen Vorgartenbesitzer. Kampagnen gegen die Steinwüsten sind ein guter erster Schritt. Verbote wirken im stark durchreglementierten Bauwesen übertrieben, müssen aber sein, sollte sich der Trend stetig fortsetzen.

Wie finden Sie die Schottergärten? Nehmen Sie an der OZ-Umfrage teil

Generell sollte der Deutsche gartenmäßig entspannter werden. Es muss nicht immer der penibel mit Nagelschere geschorene Rasen sein. Gerade wilde, natürliche Blumengärten, in denen nicht alles perfekt vor sich hinblüht, haben ihren Charme. Wenn darüber keiner mehr die Nase rümpft, sterben die tristen Stein-Vorgärten vielleicht schnell wieder aus.

Virginie Wolfram

Manuela Schwesig (SPD) forderte mehr Ostdeutsche in Führungspositionen, als Ministerpräsidentin zeigt sie eine andere Tendenz. Das wird sie Glaubwürdigkeit kosten, kommentiert OZ-Redakteur Frank Pubantz.

08.05.2019

Die Veranstalter des Fusion-Festivals in Lärz weigern sich, eine mobile Polizeiwache auf dem Gelände zuzulassen. Dies widerspreche der Freiheit der Kunst und der Entfaltung der Gäste. Eine absurde Haltung, kommentiert OZ-Redakteur Alexander Müller.

08.05.2019

Der seit Jahren anhaltende Streit um Millionenförderung der Yachthafenresidenz Hohe Düne hat alle Seiten beschädigt. Am Ende muss aber geklärt werden, ob das Geld der Steuerzahler rechtmäßig vergeben wurde, kommentiert OZ-Redakteur Frank Pubantz.

07.05.2019