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Kommentar Späte Erkenntnis
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15:11 25.02.2019
Fank Pubantz kommentiert Mietpreise in MV. Quelle: Frank Söllner / Daniel Bockwoldt (dpa)
Rostock

Die SPD in MV setzt ein Achtungszeichen gegen Bodenspekulation und Mietwucher. Das Land solle eine eigene Grund- und Bodenpolitik betreiben, um mehr bezahlbaren Wohnraum für untere und mittlere Einkommensgruppen zu schaffen. Eine sehr gute Idee. Denn, dass dies dem Markt nicht allein überlassen werden darf, zeigt die Entwicklung vergangener Jahre. Grundstückspreise und Mieten in Städten sind so gestiegen, dass sie sich viele Familien dies nicht mehr leisten können. Folge: Konzentration bestimmter sozialer Schichten in einzelnen Wohnvierteln.

Neu ist diese Entwicklung freilich nicht – und provoziert die Frage: Wo war die SPD solange? Schließlich führt sie seit 20 Jahren die Landesregierung an. Bislang wurden Kommunen über die Haushaltsgenehmigung gar gezwungen, mehr und mehr Tafelsilber, also Grundstücke und Wohnungen zu verkaufen. Nun also die Rückbesinnung der SPD. Nicht Richtung Kommunismus, wie es heißt, wohl aber hin zu mehr staatlicher Kontrolle. Will eine Gesellschaft faire Chancen für alle Schichten, muss der gierige Finanzkapitalismus beim Wohnen ausgebremst werden. Womöglich ist es dafür längst zu spät. Denn auf viele Flächen hat Politik keinen Zugriff mehr. Da bliebe dann nur Enteignung.

Frank Pubantz

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