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Kommentar Todesfall durch Vibrionen: Offensiver vor Gefahren warnen
Mehr Meinung Kommentar Todesfall durch Vibrionen: Offensiver vor Gefahren warnen
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19:02 07.08.2019
OZ-Redakteurin Martina Rathke fordert bessere Kontrollen der Wasserqualität. Quelle: dpa
Rostock

Der warme Sommer 2019 spült wieder viele Touristen an die Ostseeküste und lässt die Kassen in den Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen klingeln. Die Tourismusbranche profitiert ohne Wenn und Aber vom Klimawandel. Doch die mit dem Klimawandel einhergehenden steigenden Temperaturen in der Ostsee führen auch zu einer Veränderung des marinen Ökosystems.

Fischereibiologen bringen den schwächelnden Heringsbestand schon seit Jahren mit dem Temperaturanstieg in der Ostsee in Zusammenhang. Und gesundheitsgefährdende Vibrionen und Blaualgen vermehren sich bei Temperaturen über 20 Grad besonders stark. Jetzt hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales den ersten Todesfall durch Vibrionen in diesem Sommer bestätigt.

Deshalb gehört es zur Verantwortung dieses Landes, auch offensiv und sachlich über die Gesundheitsgefahren zu informieren, die mit den steigenden Wassertemperaturen drohen, und ein enges Überwachungsnetz zu garantieren.

Flyer informieren im Internet. Doch welcher Badegast surft am Strand auf den Internetseiten des Gesundheitsministeriums? Dass – wie derzeit – Blaualgen nur auf Verdacht und Vibrionen zusätzlich zu den Standarduntersuchungen der Kreis-Gesundheitsämter analysiert werden, ist nicht mehr zeitgemäß. Da müssen Änderungen her. Möglichst bis zum nächsten Sommer.

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Von Martina Rathke

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