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Kommentar Solche Zustände müssen beendet werden
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20:55 16.05.2019
Kommentar von Thomas Luczak zum Thema Geisternetze in der Ostsee Quelle: Frank Söllner / Wolf Wichmann (dpa)
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Rostock

Man stelle sich dieses Drama vor: Ein Gehege im Wald lockt immer wieder Wild an – Rehe, Hirsche, Wildschweine, Hasen, Füchse. Die Tiere verfangen sich in den Zäunen, finden nicht mehr selbstständig aus dem Gatter heraus. Die Folge: Über Jahre hinweg verhungern und verdursten hunderte, tausende Tiere. Der Aufschrei in der Öffentlichkeit wäre gewaltig.

Ähnliches spielt sich tief unter der Meeresoberfläche und damit außerhalb unserer Wahrnehmung ab: Herrenlose, verloren gegangene Fischernetze, Reusen und Fangkörbe treiben durch die Weltmeere oder liegen am Meeresgrund. Tagtäglich verfangen sich in ihnen unzählige Meerestiere. Und verenden. Und ihre verwesenden Kadaver locken immer wieder neue Opfer an.

Solche Zustände müssen beendet werden. Um Geisternetze zu vermeiden, braucht es vor allem vernünftige Seemannschaft. Und – sollte doch mal ein Netz verloren gehen – die Möglichkeit, es schnell wiederzufinden. Nötig sind vor allem eine strikte Meldepflicht, Markierungen und GPS-Sender an den Netzen. Sonar-Reflektoren. Material, das sich mit der Zeit zersetzt. Und ein Fonds, der 100 Prozent der Bergungskosten übernimmt.

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Thomas Luczak

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