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Kommentar Traurige Figur
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00:00 31.01.2014
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Das hätte man früher haben können: Seit Monaten ist klar, dass es für die Volkswerft Stralsund schwer werden dürfte, einen neuen Investor zu finden. Einen Investor, der weiter Schiffe bauen will.

Die Landesregierung weiß das schon lange. Die bisher abgegebenen Angebote sind vage, unmoralisch niedrig und finanziell nicht abgesichert. Doch das Land, allen voran Regierungschef Erwin Sellering (SPD), hat sich viel zu lange vor einer klaren Aussage gedrückt. Mit Wahrheiten gewinnt man eben keine Wahlen. Gestern schickte Sellering Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) ans Rednerpult, um im Landtag das Unausweichliche zu verkünden: Stralsund wird künftig alles sein — nur eben kein Werftstandort mehr.

Selbst wenn man doch noch einen seriösen Käufer finden sollte, wird es künftig am Sund allenfalls noch um Windräder oder irgendeinen anderen Metallbau gehen — aber nicht mehr um Schiffe. Doch dazu schweigt der Regierungschef lieber. So viel zu seiner Richtlinienkompetenz. Sellering gibt als Manager der Werften-Krise eine traurige Figur ab.



OZ

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