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Kommentar Umweltschutz heißt verzichten
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11:53 23.07.2019
OZ-Redakteur Benjamin Fischer kommentiert das mögliche Kunstrasenverbot. Er sieht es als Chance. Quelle: Frank Söllner
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Rostock

Was dem Amateur-Fußball droht, wird in vielen Lebensbereichen auf uns zukommen, wenn wir Umweltschutz und den Anspruch, den die junge Generation dabei an uns richtet, ernst nehmen. Nur, weil sich plötzlich jeder vierte Wähler in Deutschland vorstellen kann, bei der nächsten Bundestagswahl für die Grünen zu votieren, bedeutet dies nicht, dass damit alle Probleme gelöst sind. Denn erst wenn die ­Grünen an der Macht sind, können sie Ernst machen. Und eines der dringendsten Probleme neben dem Klimawandel durch Abgase ist die Vermüllung der Welt mit Plastik. An Land und im Wasser.

Insofern ist die Regelung der EU, Kunstrasenplätze, auf denen bis zu 35 Tonnen loses Plastik liegen, zu verbieten, richtig. Zumal es mit Sand und Kork umweltschonendere Alternativen gibt. Wie sollte man sonst erklären, dass Zahnpasta mit Mikroplastik tabu ist, aber Kunststoffstreu auf dem Platz nicht. Umweltschutz heißt in der radikalsten Variante Verzicht, im Mindesten aber eine Veränderung der Lebensgewohnheiten sowie der Konsumbereitschaft. Sonst wird das nichts. Mit Fußball ohne Plastik ist das Ende längst nicht erreicht.

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