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Kommentar Verfassungsschutz entscheidet richtig: „Identitäre“ nicht ignorieren
Mehr Meinung Kommentar Verfassungsschutz entscheidet richtig: „Identitäre“ nicht ignorieren
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20:09 11.07.2019
OZ-Redakteur Axel Büssem findet es gut, dass der Verfassungsschutz die „Identitäre Bewegung“ als rechtsextrem eingestuft hat Quelle: Fotograf oder dpa
Rostock

Der größte Erfolg der sogenannten „Identitären Bewegung“ ist zweifellos, dass man sie kennt. Denn die merkwürdige Truppe, die es mit teils aufsehenerregenden Aktionen gegen die von ihnen ausgerufene Überfremdung in die Schlagzeilen und in die sozialen Medien schaffte, hat in Deutschland nur wenige hundert Mitglieder. Der Verfassungsschutz hat sie jetzt als rechtsextremistisch eingestuft – was ihr erneut eine breite öffentliche Wahrnehmung beschert.

Die „Identitären“ zu ignorieren, wäre allerdings auch falsch. Sie treten nicht offen als Neonazis in Erscheinung, sondern möchten als hippe Aktivisten wahrgenommen werden, die für alle kämpfen, denen die Zuwanderung suspekt ist. Ihr scheinbar korrektes, möglichst unverfängliches Auftreten senkt die Hemmschwelle, mal einen Blick in eines ihrer Youtube-Videos zu riskieren.

Und genau dies ist gefährlich. Denn hinter ihrer unverfänglichen Sprache steckt eine zutiefst fremdenfeindliche Ideologie. Ihre Anhänger teilen Menschen in biologische Volksgruppen ein und wollen die Reinheit der Gesellschaft gegen Einflüsse von außen verteidigen. Gut, dass der Verfassungsschutz ein Auge auf sie hat – trotz der so erneut produzierten Schlagzeilen.

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Axel Büssem

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