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Kommentar Vergessenes Handwerk: Billig gekauft, ist doppelt gekauft
Mehr Meinung Kommentar Vergessenes Handwerk: Billig gekauft, ist doppelt gekauft
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16:46 05.12.2019
In der modernen Wegwerfgesellschaft greifen viele Kunden lieber zum Billigprodukt – und zahlen am Ende trotzdem oft drauf, meint OZ-Redakteur Axel Meyer-Stöckel. Quelle: Frank Söllner
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Rostock

Wissen Sie noch, was ein Wagner macht? Also nicht der Komponisten-Wagner, sondern – ja, genau – ein Wagner hat Karosserien für Kutschen gebaut. Oder der Modist? Der hat Hüte gefertigt. Lange ist’s her. Industrialisierung, Digitalisierung und Zeitgeist machen viele Beruf überflüssig; ebenso wie viele andere traditionelle Handwerke längst verschwunden sind und immer noch verschwinden.

Das Schuhmacher-Handwerk gibt es noch. Aber auch dieser Beruf, der seit Jahrtausenden zur Kultur der Menschheit gehört, ist bedroht. Im alten Ägypten etwa war die Schuhmacherkunst hoch angesehen. Und als im 12. Jahrhundert das Zunftwesen entstand, gehörten die Schuhmacher zu den ersten Gewerken.

Arbeitsplätze in der Region sichern

Die Verlockungen der modernen Wegwerfgesellschaft lassen jedoch viele Kunden zu Billigprodukten greifen. Ein Paar Schuhe für ein paar Euro? Das ist keine Seltenheit. Was dabei gern vergessen wird: Billig gekauft, ist oft doppelt gekauft. Mindestens.

Wer hingegen qualitativ hochwertiges Handwerk kauft – egal ob Schuhe, traditionell getischlerte Schränke oder geschneiderte Kleider – zahlt zwar mehr dafür, hat aber meist viel länger etwas davon. Und er sichert die Arbeitsplätze der Handwerker um die Ecke.

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Von Axel Meyer-Stöckel

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