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Kommentar SPD zieht nach links
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18:32 31.03.2019
Beim SPD-Landesparteitag in Warnemünde wurde Manuela Schwesig wieder zur Landesvorsitzenden gewählt. Quelle: dpa
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Rostock

Sollte man die SPD allein nach ihrem Landesparteitag beurteilen, müsste das Urteil lauten: Die Partei hat ihren sozialen Kompass wiedergefunden. Abkehr von Hartz-IV-Sanktionen, mehr staatliche Kontrolle auf dem Wohnungsmarkt, Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung, gebührenfreie Kita, mehr Geld für Themen, die Menschen in den Kommunen bewegen. Beinahe hätte gar ein Parteilinker das SPD-Establishment im Vorstand erschüttert. Die MV-SPD zieht kurz vor den Kommunal- und Europawahlen nach links. Fraglich bleibt allerdings, wie ein solches Programm mit der CDU auf Landes- und Bundesebene umzusetzen sein soll.

Eine weitere klare Erkenntnis des „Gemeinsam stark“-Parteitags: Manuela Schwesig hat sich als Parteichefin behauptet. Souverän entfesselte sie die Kampfeslust ihrer Genossen. Die Opposition im Land bescheinigt Schwesig gern, dass die Schuhe ihres Vorgängers Erwin Sellering einige Nummern zu groß für sie seien. Mit diesem Parteitag allerdings ist die SPD-Chefin endgültig aus dem Schatten ihrer Förderer getreten. Wer sie mal als „Küsten-Barbie“ der SPD belächelte, muss jetzt feststellen: Die Instinktpolitikerin, die zuhört, Informationen aufsaugt und nutzt, hat sich zur Anführerin gemausert.

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